H401 * Freunde vom anderen Stern

 

Sie "reiben" sich an mir - obwohl ich hier nur einen Weblog unterhalte, also eben kein Forum. Am allermeisten  stört es sie, daß
sie  hier von meinem Hausrecht ausgebremst werden. Statt mich nun zu ignorieren, was eigentlich das Sinnvollste in einer solchen 
Situation wäre, holzen diese Zeitgenossen weiterhin vor sich hin, ohne Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt ihrer Behauptung und
ohne die Frage, ob sie damit für mich sogar Werbung machen.  Mir soll's Recht sein, mit sachlicher Auseinandersetzung haben
ihre Beiträge erst einmal nichts zu tun. 

Der Eifer, mit dem diese Missionare der reinen Lehre  meine Beiträge hier durchforsten, muß ich fast als ein Kompliment auffassen,
So ruhelos wie der Gerd und Kurt meine Optik-Weblog-Beiträge lesen, könnte man auch dahingehend interpretieren, daß ihnen
auf dem bedauernswerten schwarzen Forum die Sparrings-Partner fehlen. Bedauerlicherweise können diese beiden hier auf auf meinem
Weblog sich nicht so extensiv ausbreiten, wie sie das auf dem A.de-Forum seit Jahren gewohnt sind. Das frustiert offenbar schon
heftig, wenn man u.a. die folgenden Links verfolgt.  Mit einem freundlichen 
Beitrag sei dieser "Eifer" deshalb etwas gewürdigt.

Einen ersten Versuch startete unlängst der "liebe" Kurt hier als Kommentar zu meinem Beitrag: Ein Fall von vor 11 Jahren - mit
Bedacht ohne Namens-Nennung - veranlaßte ihn, sich in diesem Zusammenhang zu "outen", ohne daß ich ihn gebeten hätte,
dazu Stellung zu nehmen. Würde er sachlich bleiben und einen einvernehmlichen Diskussions-Stil führen, wäre er mir sogar
willkommen. Soweit ist er aber leider noch nicht. 

Der folgende Link beschreibt angebliche Fehler, die beide Freunde glauben, bei mir entdeckt zu haben:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1276978/Re:_Optiktest:_Optiktest
  Unterm Strich sind es
aber Behauptungen, die nur zeigen, daß sie meine Berichte nur halb lesen oder aber meine Argumente schlicht ignorieren. Zu den
einzelnen Sachbereichen hatte ich hier genügend Beiträge abgelegt - man müßte sie halt lesen bzw. verstehen.

Eine besonders dreiste Darstellung liefert der "Optik-Designer" Gerd ab, der sich die Wahrheit regelrecht zurechtbiegt, bis sie ihm
genehm ist: So veröffentlicht er im gleichen Link ganz unten dieses zurechtsgestutzte Bild:


Tatsächlich bestand aber der Testreport im Jahre 2012 aus insgesamt vier Teilen: Step 1/zwei Teile: die Untersuchung des Rest-Astigmatismus
und Step 2/zwei Teile: die Untersuchung der Sphärischen Aberration. Seehofer würde in diesem Fall von Schmutzeleien reden, solange man
das nicht juristisch verfolgen will. Zumindest ein deutlicher Beweis, wie übel manche "Missionare der Reinen Lehre" glauben, über andere
herziehen zu dürfen.


Step 01 / zwei Teile (siehe auch: C090 * Testing mirrors in two steps - 10.Okt.2016)



Step 02 / zwei Teile (siehe auch: C090 * Testing mirrors in two steps - 10.Okt.2016)



Im World Wide Web hat jeder hat das Recht  seine Sicht  der Dinge mehr oder weniger begründet darzulegen. Das heißt jedoch nicht, daß
man schlampig recherchieren darf und sich die Wahrheit zurecht-schnippeln kann. Eine profunde, von beruflicher Erfahrung eines Fein-Optikers
getrübte  Sichtweise, war weder bei Kurt noch bei Gerd zu entdecken. Ihre Beiträge würden unter versierten Feinoptikers nur ein müdes Gähnen
hervorrufen. Es macht schon einen Unterschied, ob man über jahrelange Berufserfahrung verfügt, oder die Welt aus Bücherwissen erklären
möchte.  Im Folgenden sind es deshalb nur ein paar Stichpunkte,  die ich den Herrschaften zum Nachdenken anbiete, sofern  dazu überhaupt
Bereitschaft besteht. 

Das große "Unglück" um den Strehlbegriff beginnt mit unterschiedlichen Denkansätzen, in die sich manche einge-igelt haben:

- 01 entweder hängt man sich am unanschaulichen Begriff der Definitions-Helligkeit auf, und bastelt sich so seinen Strehl-Begriff
- 02 oder man erinnert an die Doppel-Natur von Licht als Welle und Teilchen und versucht die Beugungseffekte zu subsummieren
- 03 oder man orientiert sich an der Praxis der vielen Test-Reporte, die den Strehlwert ohne Probleme aus dem RMS-Wert berechnen



Eine Qualitäts-Urkunde von Zeiss aus dem Jahre 1993 gibt dazu hinreichend Auskunft. Für Leute wie Kurt wäre aber auch diese
Report-Übersicht hilfreich, die nur eines zeigt, daß es für Prüfberichte keine standardisierte Form gibt. Auch über andere Certifikate 
kann man zeigen, daß der Strehlwert über den rms-Wert gerechnet wird.    


Beim Strehl-Begriff wäre also eine exakte Definition wünschenswert, die aus der Praxis kommt und vor allem dort  auch akzeptiert wird. Man
sollte zumindest  exakt klarlegen, worauf sich dieser Wert denn überhaupt bezieht, (wie es in der oberen DIN 10110-5 festgelegt ist.) Ich würde
also zunächst  immer fragen, was sich in der optischen Industrie eingebürgert hat und dort allgemein üblich ist.
In Foren wird man deshalb kaum eine fundierte, belastbare Antwort bekommen, von Leuten, die aus ganz anderen Berufs-Feldern kommen.
Da hilft auch das General-Studium eines Dipl.Ing nicht weiter. Es gäbe ja solche Fachleute u.a. bei Zeiss - nur Beiträge publizieren die auf den
"spezifizierten" Foren kaum. Die haben ihre eigenen Publikationen, wie das Jenaer Jahrbuch zur Technik- und Industrie-Geschichte und
andere Veröffentlichungen.

Der über die Topografie einer Licht-Wellenfront-Fläche gerechnete RMS-Wert einer opt. Fläche/eines opt. Systems wird also in einen Strehl-
wert umgerechnet und hat nichts mit Beugungs-Effekten und damit Obstruktion zu  tun. Der Strehlbegriff subsummiert deshalb in keiner
Weise die Beugung beim Vergleich der Wellenfront-Topologie von IST und SOLL in Prozent angegeben.

Solange diese Truppe sich nicht  um eine klare Gedankenführung bemüht, also der Kurt und der Gerd, sind ihre diesbezüglichen Beiträge
wertlos oder eben "Dampf-Plauderei" .


Eine Untergruppe dieser Test-Reports ist die Frage, nach welchem Verfahren man z.B. Parabolspiegel auswertet: Das Hauptproblem
dabei ist, wie man den spiegel-eigenen Astigmatismus sauber ermittelt und damit von den anderen, aus dem Testaufbau resultierenden
Einflüssen, trennt, denn nur der spiegel-eigene Astigmatismus hat im Strehlwert etwas zu suchen. Auch hier gibt es keine Vorschrift,
wie man die Qualität eines Parabol-Spiegels beschreibt - nach Gutsherren-Art jedenfalls funktioniert das nicht.

Dann gibt es das interessante Thema der Mikro-Rauhheit, das sich aber leider nicht mit dem aus einem Interferogramm gewonnenen
Strehl-Wert vergleichen läßt, weil die Mikro-Rauhheit um mindestens eine Dimension kleiner ist, als die Fehler der Wellenfront, die
im Strehlwert repräsentiert sind. Selbst wenn man für Mikrorauhheit vergleichbare Zahlen hätte, läuft es tatsächlich auf die
Erzeugung von Streulicht hinaus, das über rauhe Flächen mehr oder weniger erzeugt wird. Und nur dieser Vergleich wäre wirklich
interessant.

Bevor man die Wiederholgenauigkeit bei Interferogrammen bemüht, wäre die Diskussion zu Fehlerquellen eines Testaufbaues sehr
viel zielführender.

Statt also (von ihnen als "sachkritische" Diskussions-Beiträge bezeichnet) weiterhin nur bestimmte Foren vollzuschreiben, wäre eigentlich
eine sachbezogene Grundlagen-Diskussion für die Astro-Gemeinde wünschenswert im Stile von Wikipedia. Nur davon sind wir leider
weit entfernt. Da könnten sich dann ein Kurt und ein Gerd unschätzbare Meriten erwerben, wenn es ihnen wirklich um Wissenerweiterung
ginge.

Und genau dieses allgemeingültige akzeptierte Verfahren benutze ich bei der Ermittlung des Strehlwertes aus einem Interferogramm.
Da in der Formel für den Strehl-Wert = e^-(2*Pi*RMS)^2 nur der RMS-Wert als  die mittlere quadratische Abweichung der Prüffläche zur  
Sollfläche erforderlich ist, fällt die Definition von Licht als Welle unter den Tisch und der Strehlwert ist ein Flächen-Vergleichsbegriff
ausgehend von der Einzelfläche einer Glasoberfläche und später als Wellenfront eines opt. Systems, bestehend aus vielen Einzelflächen.
Dabei fällt der Begriff des Beugungsscheibchens, dessen Durchmesser bei einer bestimmten Wellenlänge lediglich vom Durchmesser
der Apertur abhängig ist und einen genau definierten Durchmesser hat:
Es ist die Lichtmenge ohne den 1. Beugungsring, die vom opt. System in einem endlich großen Punkt versammelt wird: aus der
ursprünglich aus dem Unendlich kommenden Ebene der Lichtwellenfront wird ein genau definierter Lichtpunkt, der von einem
Rezeptor erkannt wird - wie beispielsweise von der Netzhaut im Auge.
 

https://www.beuth.de/de/norm-entwurf/din-iso-10110-5/234094879
https://www.beuth.de/de/norm/din-iso-10110-5/247982177

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Kommentare   

# T. Werninger 2018-04-26 13:07
Seien Sie froh, dass Sie sich für ein Blog entschieden haben, Herr Rohr. Es ist angenehm ruhig und man wird nicht durch das ewige Hauen und Stechen, wie es in den Foren üblich ist, vom Wesentlichen abgelenkt. Foren, wie das oben genannte, meide ich schon seit längerer Zeit. Dort sind Geister unterwegs, deren Überheblichkeit und Arroganz mit dem Quadrat der Anzahl der Postings wächst. Dieses Optik-Blog hier gefällt mir. Weiter so!
# wolfgang 2018-05-10 11:43
Eine wohltuende Meinung, ich bedanke mich für Deinen Beitrag. Es sind offenbar "psychische" Bedürfnisse, die den Einzelnen aus der grauen Masse unserer Demokratie herausheben sollen. Wenn man die Natur insgesamt begriffen hat, ist das ziemlich überflüssig.