E029B Systematik - Planflächen prüfen

http://r2.astro-foren.com/index.php/de/13-beitraege/05-messtechnik-teil-1/71-test-anordnungen-astronomischer-optiken#Planspiegel

Bei Planflächen ermittelt man die Power, Radius bzw. die Planität, die möglichst gegen Unendlich gehen sollte. Planspiegel haben auch
andere  Flächen-Verformungen, z.B. Astigmatismus, sphärische Aberration und andere Unregelmäßgkeiten. Wie bei anderen Optiken auch,
richten sich die ermittelnden Werte nach der Verwendung dieser Planflächen. Als Fangspiegel in einem Newton-System sollte die Planität
möglichst bei Null liegen, weil ein "Radius" auf der Planfläche bei der 45° Verkippung im Strahlengang zu Astigmatismus führt. Auch
sollte der Fang-/Planspiegel keine torische/astigmatische Verformung haben, ebenso keine sphärische Aberration.


http://r2.astro-foren.com/index.php/de/10-beitraege/02-ed-optiken-halb-apos-und-frauenhofer-systeme/578-b099-herschelkeil-lunt-und-baader-filterkurve-solar-continuum-baader



Planspiegel kann man entweder gegen eine hochgenaue Referenz-Planfläche prüfen, was aber voraussetzt, daß beide Flächen nicht
belegt sind: Ist der Fangspiegel belegt, dann bekommt man bei den Interferenz-Streifen kaum noch Kontrast, und kann diese nur
sehr schwer auswerten. Der Vorteil der Prüfung gegen eine Referenz-Planfläche ist, daß man auch die Planität exakt darstellen kann.
Siehe die beiden unteren Bilder als Gegenüberstellung.

Während bei der Prüfung auf Kontakt nur die Planfläche gegen eine Referenz-Oberfläche geprüft werden kann, kann man mit einem Referenz-Kugelspiegel
die Planfläche hinsichtlich der Wellenfront-Fehler prüfen. Bei einem Newton-System steht der elliptische "Fangspiegel" im Winkel von 45° im Strahlengang,
sodaß sich die elliptische Oberfläche perspektivisch zu einer Kreisfläche verkürzt, die wiederrum sehr genau im doppelten Durchgang geprüft werden kann:
Entweder mit dem Artificial Sky Test auf Abbildungs-Qualität, oder über ein Interferogramm auf einen Strehlwert.  



Besonders bei belegten ellipt. Flats/Fangspiegel kann man nur gegen einen Referenz-Kugelspiegel prüfen. Der Test-Aufbau entspricht
dann - wie im obersten Link zu sehen - der 45° Position in einem Newton-System. Man prüft deshalb den Fangspiegel auf die Eigen-
schaften, wie er sie später im Strahlengang des Newton-Systems haben sollte. Ein signifikanter Astigmatismus wäre das z.B. ein
Hinweis auf mangelnde Planität.

Die beiden Bilder zeigen den Unterschied: Links eine Prüfung auf Kontakt, sehr kontrast-arm und rechts im 45° Winkel gegen eine Sphäre.
Herstellung und Auswertung rechts ist ohne Probleme, die Auswertung der Kontakt-Prüfung scheitert bereits an der Software.







siehe auch: http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=6586&whichpage=3
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Ein vorläufiger Entwurf  für einen doppelten Test-Report - wird später überarbeitet.