C085 NewtonSpiegel testen - Einfach fragen kostet nichts

 http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=176918&whichpage=1und dort in Zeile 1 zu finden
http://imagizer.imageshack.us/a/img540/5418/qJvG64.jpg

Normalerweise wäre es naheliegend, genau den zu fragen, der z.B. diesen Test-Report erstellt hat, welche Bedeutung einzelne
Eintragungen in diesem Test-Report hätte. Statt dessen verzichtet man auf eine sachdienliche Information, schlägt den oberen
Thread in einem "Kompetenz-Forum" an, indem man lediglich das zweite Test-Bild veröffentlicht, sodaß sich die altbekannten
Recken mit einschlägiger Gemütslage äußern. Mit sachdienlicher Information hat dies nichts zu tun. Sich darüber zu ärgern ist
wenig sinnvoll - nur ein Anlaß, um ein paar Gedanken zum Meßverfahren nachzuschieben. Siehe auch:
https://www.intercon-spacetec.de/rat/rat-teleskope/welches-teleskop/optischequalitaet/

weitere Beiträge zum Thema Astigmatismus

Astigmatismus erkennen, mit dem Sterntest, mit Ronchi?Astigmatismus vs Interferogramm,  http://astro-foren.de
BeobachtungsPraxis: Astigmatismus - wie groß darf er sein? (Übersichts-Tafel L/2 - L/20 PV Astigmatismus Newton 250/1000)
Astrofotografie: Wieviel Astigmatismus verträgt die Astrofotografie? TAL 250 K F = 2130 mm
http://rohr.aiax.de/@Astigm_Zemax.jpg
Astigmatismus-Simulation am Kugelspiegel mit Interferogramm
Ursachen für Setup-Astigmatismus, Einflüsse beim Testen
astigmatisch oder nicht ? Vergleich Feldaufnahmen mit Simulation

Knick-Astigmatismus/Alois
* Astigmatismus in RoC Astigmatismus beim RoC-Test ermitteln
Astigmatismus: R.F. Royce: Testing Telescope Mirrors and Statement of Standards 
* dazu Dave Rowe http://rohr.aiax.de/@forendis07.jpg und http://rohr.aiax.de/BathIMDaveRowe-img14.jpg
Siehe auch http://r2.astro-foren.com/index.php/de/berichte/06-messtechnik-teil-2-aufbau-diverser-interferometer F069 - F077

Ich pflege bei meinen Messungen zu differenzieren - siehe den Zernike ZOO ! Da muß zunächst die Koma deaktiviert werden mit
der Begründung, daß eine Parabel auf der opt. Achse keine Koma haben kann. Die Koma, die man sehen kann, stammt aus dem
Test-Aufbau und kann herauszentriert werden. Es verbleiben also Astigmatismus und Spherical zurück.
Würde man einen Newton-Spiegel gegen einen möglichst genauen Planspiegel vermessen wollen (Autokollimation), dann
stellt sich vor allem die 1. Frage: Welcher Anteil von Astigmatismus der Grund-Ordnung (Zernike Polynom Z4 und Z5) denn nun
wirklich dem Test-Spiegel angelastet werden darf. In dieser Testanordnung addiert sich nämlich der Lagerungs-Astigmatismus
vom Prüfling und vom 
Kollimations-Spiegel ebenso zum Gesamt-Ergebnis, wie der Anteil des Kollimations-Spiegel selbst, es ad-
diert sich ebenso das Seeing im Test
aufbau und bei großen Öffnungen auch noch die Besonderheit des verwendeten Interfero-
meters hinzu z.B. bei F/4 Öffnung. Man bekommt für Astigmatismus ein "Summen-Ergebnis", bei dem nur ein unbekannter Teil,
und nur der, dem Prüfspiegel selbst angelastet werden kann. Wie groß der tatsächlich ist, kann man nur schwer exakt ermitteln.
Statt der Überlegung, wie man Astigmatismus möglichst genau ermittelt, ist
die andere Frage sinnvoller, welcher Astigmatismus
am Himmel wahrnehmbar ist, und wo die Grenze der Wahrnehmbarkeit ist.

Ein Newton-Spiegel hat eigentlich das Recht - richtig geprüft zu werden.

Es ist deshalb sinnvoller, sich auf einen Testaufbau zu konzentrieren, der die geringsten Möglichkeiten von Fehlern-Quellen auf-
weist, wie das z.B. der RoC-Testaufbau darstellt. Statt eines F/4 Lichtkegels habe ich dann einen z.B. R/8 Lichtkegel und fast alle
Fehler aus dem Autokollimations-Aufbau (außer dem "Seeing") lassen sich reduzieren. Durch die folgende "Newton-Ring-Methode"
kann man deshalb ermitteln, ob ein Rest-Astigmatismus (eigentlich der Grundordnung) bis zu welcher Größe überhaupt wahrgenommen
werden kann. Ab PV L/5 und kleiner wird man einen Astigmatismus der Grundordnung nicht sehen. Astigmatismus der höheren
Ordnung würde man  ohnehin nicht sehen. RoC = Radius of curvature, also Prüfung im Krümmungsmittelpunkt
http://r2.astro-foren.com/index.php/de/13-beitraege/05-messtechnik-teil-1/71-test-anordnungen-astronomischer-optiken

Im konkreten Fall vom 07.08.2012 wäre der im RoC-Setup gemessene Gesamt-Rest-Astigmatismus bei PV L/9.6 in keiner Weise
wahrzunehmen, und nur die bekannten "Strehlis" möchten aus einem undifferenziert ausgewerteten Newton-Spiegel Rückschlüsse
auf die Qualität eines Newton-Spiegels ziehen. Sie vergessen dabei auch noch, daß auch die Rauhheit eines Spiegels eine wichtige
Rolle spielt, und genau die wird z.B. im Strehl-Wert überhaupt nicht erfaßt. Weil man den Sachverhalt wirklich differenziert
betrachten muß, wäre es schon sehr sinnvoll dort nachzufragen, wo der Spiegel geprüft worden ist . . .

Während also der Gesamt-Strehl-Wert ein Summenwert ist, mit einem undifferenzierten Anteil von Astigmatismus, wird bereits die
differenzierte Betrachtung von a) Astigmatismus und b) Spherical der Beobachtungs-Praxis weitaus gerechter. Pauschal-Urteile
helfen deshalb nicht weiter.

1. Schritt: Spiegeleigenen Rest-Astigmatismus ermitteln


D8QNr12057A.jpg
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E072 - Flat 10 inch prüfen  Im Jahre 2012 hatte ich für 8-inch und 6-inch noch keinen kleineren Planspiegel, wie im Link erkennbar.
Dieser zwei Jahre alte Kollimations-Planspiegel hat nun eine Bohrung von 40 mm Durchmesser, während der große 400 mm Plan-
Spiegel eine Bohrung von 80 mm Durchmesser hat. Nun könnte man ja die Flächen-Differenz rechnen, die bei der Messung in der
Mitte verloren geht, wenn man dann auch noch den Fangspiegel von ca. 50 mm kleine Achse abziehen darf. Und wenn man dann
auch noch weiß, daß bei einem Newton-Spiegel die Randzonen optisch viel bedeutender sind, erst dann kann man einschätzen, wie
sinnvoll eine Kritik ist, die sich auf den Durchmesser der Bohrung stürzt.

2. Schritt: Wie groß ist die sphärische Aberration


D8QNr12057B.jpg

Derartige Foren-Beiträge setzen (Link ganz oben) setzen sich leider N I C H T mit fachlichen Argumenten auseinander, aber solche Foren
sind der Tummelplatz von Halbwissen und "Optik-Experten".

Folgt man auf Seite 5 dem Posting von 03.02.15 - 11.10.30 Uhr, dann wird auch durch andere Test-Reihen deutlich, (Beispiel England), 
daß eine Strehlermittlung "streut" zwischen 0.6xxx Strehl bis 0.8xxx. Das wäre dann die 1. Erkenntnis, daß die Strehl-Ermittlung
grundsätzlich eine bestimmte Streuung hat und deshalb ein Streit um Meßgenauigkeit oder Wiederholgenauigkeit zum Scheitern ver-
urteilt ist. Ohne Praxis-Bezug ist das ohnehin eine abgehobenen Diskussion.

Die Strehl-Diskussion ist insofern auch unvollständig, weil a) die OberflächenFeinStruktur in ihr nicht berücksichtigt wird, also die Mikro-
Rauhheit, die für  die Abbildungs-Qualität wichtig wäre, und b) weil in das System Newton-Teleskop auch die völlig vergessene Fangspiegel-
Qualität NICHT eingeht, die z.B. das opt. System völlig ruinieren kann. Gemessen wird immer nur der Newton-Spiegel selbst. c) In allen der-
artigen Foren-Diskussionen vermisse ich den Praxis-Bezug bzw. eine Dokumentation, die unter dem Blickwinkel der visuellen/fotografischen
Anwendung für mehr Bodenhaftung in der Sache sorgen könnte.

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