C005 - 24-inch Dobson für Namibia - 18.05.2008

http://www.ias-observatory.org/
www.intercon-spacetec.com/
http://www.alluna-optics.de/

Willkommen bei der IAS
Das 50cm-Teleskop der IAS......................... 50er-cassegrain-180px.jpg

Die "Internationale Amateur-Sternwarte e.V." ist ein gemeinnütziger Verein, der seinen Mitgliedern die Möglichkeit bietet,
an größeren Teleskopen unter einem optimalen Himmel zu beobachten und zu fotografieren. Optimale Beobachtungs
bedingungen und gleichzeitig die Faszination des südlichen Sternenhimmels bietet Namibia, und hier insbesondere der
Gamsberg. Er ist einer der unter astronomischen Gesichtspunkten besten Beobachtungsplätze der Welt, am Südhimmel
wahrscheinlich nur noch vom Paranal in Chile übertroffen.
Unsere Vereinssternwarte am Fuß des Gamsbergs (und zukünftig auch auf der Gipfelhochfläche) ist für alle Mitglieder
gleichberechtigt zugänglich. Unter den zahlreichen Teleskopen befinden sich eine Astrokamera mit 45 cm Öffnung in einer
massiven Englischen Rahmenmontierung, ein 50-cm-Teleskop auf einer schweren deutschen Montierung. Weitere Projekte,
z.B. die Realisierung eines 71-cm-Telekops, sind in Arbeit.

Diese Initiative bzw. Amateur-Südsternwarte nimmt mittlerweile einen achtsamen Umfang an. Die Initiatoren
werden nicht müde, ihren "Fuhrpark" sprich ihre Teleskope ständig zu erweitern und vergrößern. Auch meine
große AstroKamera ist mittlerweile dort im Einsatz. Eine erneute Premiere erfährt diese Sternwarte durch einen
24-Zöller Dobson, der sowohl die gediegene Arbeit von ICS Martin Birkmeier ebenso unter Beweis stellt, wie die
hervorragend glatten Spiegel von Alluna Optics, die sich auf die Herstellung großer Spiegel spezialisiert hat.

Zur Verwendung dieses Dobsons bzw. der Eigentums-Verhältnisse erhielt ich von Wolf-Peter Hartmann, Regensburg, folgende Information:
Quote:

der wunderbare 24" steht zunächst allen besuchern des SuedSternFreundetreffens http://www.suedsternfreundetreffen.homepage.t-online.de/index.html zur Verfügung, wenn er denn rechtzeitig ankommt. was dann geschieht ist, daß er auf hakos vermietet wird, mit einem rabatt für IAS-ler.
er gehört nicht zum inventar der IAS und die IAS stellt keinesfalls geräte besuchern zur verfügung, das kann sie gar nicht leisten - ist doch der gerätepark durch mitglieder jetzt schon lange zeit ausgebucht. wer irgendwelche geräte der IAS nutzen will muß zahlendes mitglied sein! wie sonst könnte sich der verein finanzieren, wir erhalten keinerlei zuschüsse aber haben erhebliche kosten nicht nur für die anschaffung von geräten sondern auch für den unterhalt der sternwarten.


Anmerkung:
Die internen Regelungen der jeweiligen Nutzung habe ich mit Absicht ausgespart, weil Sache der betroffenen Vereine.

Martin, hier rechts im Bild, stand mächtig unter Termin-Druck am vergangenen Samstag, weil zwei Tage später die
Spedition das edle Teil für Namibia abholen wird. Dort steht dieser "Licht-Eimer" allen Besuchern des Süd-Sternfreunde-
Treffens am Brandberg zur Verfügung, die hoffentlich mit dem Gerät und der hochwertigen Optik behutsam umgehen
mögen. Ein Dobson-Liebhaber wie ich einer bin, kann sich an dieser soliden Handwerksarbeit erst einmal begeistern: Sie ist
funktional, gut durchdacht und handwerklich ordentlich ausgeführt. Eine Freude mit einem solchen Dobson beobachten zu
können.

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Das beginnt mit der "Rockerbox" und der Spiegelzelle. Der Alu-Rahmen trägt paßgenau die drei Wippen und damit die 18-
Punktlagerung: Der unterste Punkt ist fix, die beiden oberen zum Justieren da. Einfacher und stabiler geht es eigentlich
nicht, wobei im oberen Holm auch noch das Gurtband integriert ist, das den Haupt-Spiegel hält. Genügend Freiraum sorgt
überdies dafür, daß der Spiegel gut temperieren kann. An Griff-Löcher hat der Martin ebenso gedacht. Die Kanten auch
abgerundet: Damit ist die Verletzungsgefahr auf Null gebracht.

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Auch von der Seite ein formschöner und fachmännischer Eindruck. Die Distanz-Stangen werden sicher in der Rockerbox
gehalten und passen auf Zehntel-Millimeter genau in die Hülsen. Überall dort, wo man Gewicht einsparen kann, hat Martin
das Holz konsequent herausgesägt ohne daß die Stabilität darunter leiden würde.

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Am anderen Ende tragen die Verbindungs-Stangen Kugelköpfe, die sehr schnell in die geeignete Aufnahme des "Hutes"
gesteckt werden könne. Das erleichtert Auf- und Abbau enorm, weil die Arretierung über die Drehknöpfe sehr schnell
erledigt ist. Die Befestigung der Spinne and den Hut-Verbindungs-Stangen ist ebenso stabil, wie die Halterung von
Okularauszug mit Telrad-Sucher. Für "kurze" bzw. kleine Zeitgenossen hätte der Hut noch die unteren Haltestangen, um
ihn leichter aufsetzen zu können. Eine kurze Justage der Optik, und schon hatten wir die roten Lampen eines ca. 3 km
entfernten Sende-Masten im Visier. Geht doch . . .

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Offset und die übrigen Feinheiten stellt man besser in Namibia ein.

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Von der Schweizer Gruppe "Bubendorf" gibt es mittlerweile einen interessanten Erfahrungsbericht
zu einem 30-Zöller von Alluna-Optics

Quote:

30-Zoll Dobson Teleskop für die Schweizer Alpen
Autor: Gruppe "Bubendorf"
Schon seit Jahrzehnten beobachten wir zu viert oder fünft im Baselbieter Jura oder in den Schweizer Hochalpen, dort, wo es noch wirklich dunkle Plätze gibt.
Selbstverständlich sind die Öffnungen unserer transportablen Teleskope im Verlauf der Zeit immer grösser geworden ... Vor 25 Jahren begannen wir mit dem Bau von 6- und 8-Zöllern, dann begnügten wir uns mit 10- bis 12-Zöllern (alles Eigenbauten: Newton; Zerodur; Optiken auf transportablen, nachgeführten Rahmenmontierungen). Vor zehn Jahren erwarben wir uns einen 18" Dobson, und jetzt haben wir uns einen 30-Zöller angeschafft. So trivial es tönt: man sieht eben mehr bei grösserer Öffnung ...
Stationiert sind wir im Baselbieter Jura, dort betreiben wir unser privates Obs.
Wenn dann jeweils im Juni bis Oktober die Alpenpässe schneefrei sind, fahren wir jährlich drei- bis viermal in die Höhe. Für je zwei mondlose Beobachtungsnächte auf 2'400 bis 3'000 m ü.M. entsteht dann einiges an Transportaufwand.
Drei bis vier jährliche "Alpenevents" sind nicht gerade viel, deshalb muss dann die Qualität der Optik stimmen. Aus diesem Grund haben wir uns bei der Optik für einen 30-Zöller f4,0 und einen Fangspiegel (150 mm) von Alluna Optics entschieden.
Das First-Light am grössten unser Geräte ist hinter uns: Wenn meine Freunde von ihren Beobachtungen überzeugt sind, werden sie nicht mehr so laut wie einst - eher ruhig. Beim jetzigen First-Light liessen sich einige stille "Wows" vernehmen, auf den Gesichtern der Beobachter machte sich im Rot der Taschenlampe jeweils ein anerkennendes Lächeln breit...
Zum Beispiel Mond und Saturn: Sensationelle Auflösung, ebensolcher Kontrast. Wir haben mit dem Zeiss-Bino und Zeiss-Okularen beobachtet. Sagenhaft.
Auf Leichtbau wurde zugunsten der Stabilität und bester optischer Qualität bewusst verzichtet. Der Parabolspiegel (Astro-Sitall) hat einen Durchmesser von 760 mm und eine Randdicke von 72 mm. Selbst bei Beobachtungen in Horizontnähe zeigt der Spiegel kreisrunde Sternscheiben ohne die geringsten Anzeichen von Astigmatismus, wie dies bei dünneren Spiegeln dieser Grösse oft der Fall ist. Bereits am intra- und extrafokalen Sternbild ist die hohe Qualität der Optik erkennbar. Der Spiegel mit den zertifizierten Messwerten PV L1/10 wavefront und einem Strehl von 96 sowie einer 94% Aluminium-Beschichtung liefert wunderbar scharfe und kontrastreiche Bilder.
Wir sind vollauf zufrieden. Die Gruppe "Bubendorf"

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